Orientierung

Orientierung und Karriereplanung vor der Jobsuche

Der erste Schritt vor der eigentlichen Suche ist die Orientierung und Karriereplanung

„“Die Welt ist groß und das Leben ist lang“,

Mikon Raab

„Was nützt es darauf los zu laufen, wenn du gar nicht weißt wohin es geht.“

Wo geht die Reise hin?

Bevor du mit der Suche nach einer Stelle und dem Schreiben einer Bewerbung beginnst, musst du dir erst einmal darüber im Klaren sein was du machen möchtest.

Dass ist mitunter der schwierigste Teil, da wir in einer Welt voller Möglichkeiten leben und diese auch ausschöpfen können, wenn wir denn wollen.

Eine Patentlösung gibt es nicht, wie du dir vorstellen kannst, aber einigen hilft es systematisch in Form einer Liste vorzugehen, z.B. all die Tätigkeiten auszulisten, die dir wichtig sind, die dir Spaß machen, oder auch nicht macht.

Andere finden es nützlich die Statistik der Bundesagentur für Arbeit durchzugehen und die Branchen herauszufiltern, die besonders vielbesprechend sind. Das ist zumindest eine sehr methodische Art und du bekommst ein Bild von der Arbeitsmarktsituation, die du sonst nicht hättest.

Was auch immer für dich funktioniert, nimm dir die Zeit deinem eigenen Kompass zu folgen.


Keine klare Vorstellung?

Stell dir folgendes Szenario vor:

Ich bin auf der Suche nach einem/ er Teamassistenten/ in. Im Bewerbungsgespräch sagt mir der/ die Bewerber/ in:

Kann ich mir vorstellen, aber ich bin für alles offen. Ich könnte auch am Empfang arbeiten oder in der Verwaltung oder im Vertrieb. Mal sehen….“


Solche Antworten bekomme ich immer wieder im Vorstellungsgespräch und das kann frustrierend werden, da ich keine Vorstellung davon bekomme, was du möchtest und erwartest.

Im schlimmsten Fall kann das schon im Vorfeld auch ein Absagegrund sein.

Warum fragst du dich jetzt?

Ganz einfach, es kann durchaus schnell passieren, dass der neue Mitarbeitende innerhalb der Probezeit kündigt, was für ein Unternehmen ein worst case ist, weil kein Unternehmen gerne seine Mitarbeiter*innen verliert. Aber klar, wenn dir im Vorfeld gar nicht bewusst ist, was du machen möchtest, dann steigt die Wahrscheinlichkeit einer Probezeitkündigung.

Eine Kündigung innerhalb der Probezeit ist für ein Unternehmen richtig blöd, denn es kostet (je nach Größe der Firma) tausende von Euro und die Stelle muss wieder neu besetzt werden.

„Eine Kündigung innerhalb der Probezeit, kostet ein Unternehmen (je nach Größe) tausende von Euro…„

Wie kann dir ein Unternehmen entgegenkommen?

Eine Möglichkeit ist ein Kennenlerntag, oder auch Probearbeiten. Du findest das Unternehmen toll, weißt aber nicht, ob die Tätigkeit auch so toll ist, wie du dir das vorstellst? Dann frage ruhig nach einem Kennenlerntag. Das ist die Möglichkeit für einige, wenige Stunden einen Einblick in die Tätigkeiten zu bekommen.

Du fängst in der Regel auch nicht gleich an zu arbeiten, sondern hast die Gelegenheit Leute zu treffen, die schon in dieser Position sind und kannst dir gleich ein Bild von der Stimmung im Unternehmen machen.


Aber noch mal zu unserer Ausgangsfrage kommend:

„Was nützt es darauf los zu laufen, wenn du gar nicht weißt wohin es geht.“


Hier noch mal als Zusammenfassung der wichtigsten Fragen:

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Mache dir ruhig Bulletpoints mit 5 Tätigkeiten, dir gefallen und die gerne machen möchtest!

  • Was macht dir Spaß?
  • Was kannst du?
  • Als was möchtest du arbeiten?
  • Wieviel möchtest du verdienen?
  • Was möchtest du erreichen etc.?

Gerade für Berufseinsteiger, Quereinsteiger oder Wiedereinsteiger (z.B. wegen Elternzeit) sind diese Fragen besonders wichtig.

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